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Auf Initiative von Bürgermeister Ronald Seeger gründete sich im Februar 2003 in Rathenow ein Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa). Durch unermüdliches Engagement, fleißiges Kontakteknüpfen und einem klaren Ziel vor Augen, schafften es die inzwischen 18 Jugendlichen sich innerhalb der Stadt zu etablieren. Sie sind das Sprachrohr der Jugend und bringen sich überall ein, wo die jugendliche Stimme fehlt.

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In den Ausschüssen der Stadt sitzen drei Sachkundige Einwohner des KiJuPa und auch im Leitbildprozess 2020 sind die jungen Parlamentarier fest integriert. Während sie auf der einen Seite ehrenamtliche, kommunalpolitische Arbeit leisten, beschäftigen sie sich auf der anderen Seite mit zahlreichen Projekten und unterstützen Initiativen der Jugendarbeit. So helfen sie seit Jahren bei der Organisation des Rathenower Jugendtages und von Bandfestivals. Zu ihren umfangreichsten eigenen Projektarbeiten gehörten eine Aufklärungskampagne über Alkopops, die legale Graffiti- Aktion JugendART, eine angefertigte Mappe über den Zustand aller städtischen Spielplätze und eine Freizeitumfrage unter den Jugendlichen Rathenows.

Des Weiteren betätigen sich die Mitglieder des KiJuPa im Aktionsbündnis „Rathenow zeigt Flagge“. Da sich die jungen Parlamentarier gegen Rechtsextremismus positionieren sowie für einen toleranten Umgang miteinander einsetzen, führten sie auch eigenständig Aktionen durch. Beispielsweise kamen sie mit Jugendlichen über deren Erfahrungen über rechtsextrem motivierte physische sowie psychische Gewalt ins Gespräch. Außerdem schulten sich das KiJuPa und weitere interessierte Jugendliche in einem Argumentationstraining gegen rechte Parolen mit dem Mobilen Beratungsteam Brandenburg.

Doch nicht nur über Rechtsextremismus wissen die Mitglieder des KiJuPa Bescheid. Sie nehmen regelmäßig an Seminaren z.B. von der Friedrich- Ebert- Stiftung teil.

2008 gelang es dem KiJuPa, dass die Stadt Rathenow Geld für einen mobilen Jugendarbeiter in den Haushalt einstellte und 2009 wurde die Haushaltsstelle für Jugendarbeit von 2.000 € auf 20.000 € erweitert.

Seit Anfang 2008 tagt das KiJuPa in die Mittelstraße 8. Den von ihnen genutzten Raum nennen sie liebevoll „Oberstübchen“. In all den Jahren fand das KiJuPa viele Akteure der Jugendarbeit, mit denen sie gern zusammenarbeiten. Dazu gehören unter anderem die Streetworker, der Kreissportbund, die Diakonie und das Freizeithaus Mühle.

In Zukunft wollen die Nachwuchspolitiker versuchen, noch mehr Mitspracherechte zu erlangen. Die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Claudia Wolfram, die dem KiJuPa mit Rat und Tat zur Seite steht, wertet es als vollen Erfolg, dass einige der Mitglieder es durch die Kommunalwahlen 2008 geschafft haben, in kommunale Parlamente einzuziehen und somit den Alterdurchschnitt erheblich zu senken.

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